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15. Juni 2020

Schwungvoll ins Alter

Es sind verunsichernde Zeiten: Während draussen ein krankmachendes Virus kursiert, soll man zu Hause bleiben, um sich vor einer Ansteckung zu schützen. Fehlt es nicht vielen deshalb an täglicher Bewegung und dadurch einem psychischen Ausgleich?

Zuhause bleiben


Bisher galt, wer sich gesund halten will, bewegt sich möglichst viel an der frischen Luft. Das stärkt den Körper, hebt die Stimmung, kann Stress und Ängste abbauen und erhöht die Immunabwehr. Und diese stählerne Immunabwehr bräuchten wir ja so dringend. Doch wie?

Das BAG rät den über 65-Jährigen Übungen zu Hause, im Garten oder auf dem Balkon zu machen. Auch Menschen mit körperlichen Einschränkungen sollen möglichst oft sitzende und liegende Tätigkeiten unterbrechen und auch für mentale Fitness und Psychohygiene sorgen.

Ganzheitliche Bewegung


Die Zusammenhänge zwischen Körper und Psyche sind wissenschaftlich komplex und viel erforscht. Wer kennt nicht den Stolz und die Zufriedenheit nach einer körperlichen Herausforderung und die angenehme Erschöpfung der Muskeln? Im Volksmund ist bekannt, dass Bewegung glücklich macht. Sie belebt und stärkt nicht nur den Körper, sondern auch die Psyche: Es werden Stresshormone abgebaut, Glückshormone ausgeschüttet und Gedankenblockaden gelöst. Und wenn der Kopf dadurch freier wird, reduziert sich die Anfälligkeit auf depressive Verstimmungen und die Entspannung nach einer Anstrengung fällt leichter.

Während des Corona-Lockdowns war die Verunsicherung und der Gedankenstress vieler Senioren spürbar. Eine Verstärkung von Ängsten und im schlimmsten Fall sozialer Rückzug waren die Folge. Gerade in Krisenzeiten und um dieser Negativspirale proaktiv entgegen zu setzen, sind Bewegungsübungen ein geeignetes Mittel. Sie dienen der Ablenkung und stoppen kreisende Gedanken. Sei es im Stehen bei offenem Fenster oder bei vermehrtem Treppensteigen im eigenen Haus, die Atmung und Blutzirkulation werden verbessert und für eine bessere Haltung ist gesorgt. Es entsteht ein positives Gefühl, weil man sich dem Alterungsprozess nicht mehr hilflos ausgeliefert fühlt.

Sturzprophylaxe


Für Betagte, die alleine zu Hause leben, entscheidet der eigene seelische und körperliche Zustand, ob ein Eintritt ins Altersheim hinausgezögert werden kann. Denn wer körperlich fit ist, stürzt weniger oft und wer dennoch stürzt, verletzt sich weniger als jene Personen, die der Bewegung nichts abgewinnen können.
Täglich verletzen sich bei Stürzen in der Schweiz rund 240 Personen über 65 Jahre so stark, dass sie zum Arzt oder ins Spital müssen. Ein solcher Unfall wirkt sich in hohem Alter verheerend aus, denn es erfolgt eine Einbusse an Selbstständigkeit und Lebensqualität. In manchen Fällen ist ein frühzeitiger Heimeintritt unumgänglich und in jedem Fall entstehen höhere Gesundheitskosten.

Verletzte 65+ bei Stürzen nach Unfallort

43 % aller Stürze ereignen sich im privaten Wohnbereich – mit zunehmender Tendenz bei den über 65-Jährigen. Bei dieser Altersgruppe passiert rund die Hälfte aller Stürze zu Hause.
Nach einem Sturzerlebnis kann die Angst vor einem erneuten Sturz so gross sein, dass sich die betroffene Person kaum mehr wagt nach draussen zu gehen und sich dadurch zunehmend einschränkt.

Quelle: https://www.sichergehen.ch/hintergrund

Stürze gehören nicht unausweichlich zum Alterungsprozess. Es gibt zwar altersbedingte Risikofaktoren wie schlechteres Seh- und Hörvermögen oder Probleme mit dem Gleichgewichtssinn, aber es können auch externe Gründe (rutschige Böden, schlechte Lichtverhältnisse) zum Sturzunfall führen.
Die körperliche Fitness, erreicht durch regelmässiges Kraft- und Gleichgewichtstraining, vermindert in hohem Masse das Sturzrisiko. Übungen für das Gleichgewicht zeigen bereits nach 6 Wochen Wirkung.

Bewegungsempfehlungen


Mit einfachen Übungen speziell für Senioren, kann man auch daheim in Schwung bleiben. Dabei empfiehlt es sich:

  • wöchentliche körperliche Aktivität von mind. 2,5 Stunden mit mittlerer Intensität
  • idealerweise auf mehrere Wochentage verteilt
  • Übungen auswählen, die den persönlichen Voraussetzungen entsprechen
  • in einer gut verträglichen Stufe beginnen, danach langsam steigern

Sicher stehen – sicher gehen


Die Kampagne des BFU (Bundesamt für Unfallverhütung) «sicher stehen – sicher gehen» geht das Thema Sturzprävention lustvoll, spielerisch und niederschwellig an. Sie animiert Männer und Frauen ab der Lebensmitte dazu, sich mehr zu bewegen.

Sicher gehen sicher stehen

Auf www.sichergehen.ch werden je neun Übungen für Kraft und Gleichgewicht vorgestellt. Jede Übung hat drei Schwierigkeitsgrade und eignet sich für das Training zu Hause.
Die Mitarbeitenden von Qualis Vita haben via Smartphone von überall her und jederzeit Zugriff auf die Plattform sichergehen.ch. Dort erhalten sie nicht nur die Übungsideen, sondern direkt auch die Anleitung. Damit können sie jeden Betreuungs- und Pflegeeinsatz bereichern.
Trainingseinheit «Kraft», «Gleichgewicht» oder «Dynamik» auswählen und den Level «Standard», «Schwerer» oder «Leichter» antippen und los geht’s: Zu zweit machen diese Aktivitäten noch mehr Spass.

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Bei Fragen und Anliegen sind wir gerne für Sie da. Sie erreichen uns per Kontaktformular oder telefonisch während unserer Büro-Öffnungszeiten:

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